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Gasgrill, Elektro oder Holzkohlegrill? Welcher Grilltyp bin ich?

Der Frühling steht unmittelbar bevor und das bedeutet auch, dass wieder gegrillt wird. Die Begeisterung hierfür ist ungebrochen und gerade in Deutschland ist das Grillen sehr beliebt. Wenn man einen Spaziergang macht, steigt im Sommer aus zahlreichen Gärten und auch aus Parks das leckere Aroma in die Nase. Somit sind sich die meisten Deutschen einig, dass das Grillen einfach zum Sommer dazugehört. Weniger Einigkeit besteht hingegen darin, welche Methode am besten ist, um das Grillgut zuzubereiten. Der folgende Text geht den drei beliebtesten Varianten (Kohle-, Gas- und Elektrogrill) auf den Grund und beschreibt, für wen sich welcher Grill am ehesten eignet.

1. Der Holzkohlegrill

Die Traditionalisten unter den Hobby-Grillern sind sich sicher, dass der Holzkohlegrill die beste Methode ist. Vor allem aufgrund des charakteristischen Duftes, dem Knistern der Kohle und dem rauchigen Aroma kommt für sie kein anderer Grill infrage. Und auch die Ursprünglichkeit spielt sicherlich für viele Herren der Schöpfung eine Rolle. Ein Mann muss ein Feuer machen und dann das Fleisch zubereiten. Ein weiterer Vorteil des Holzkohlegrills ist auch der vergleichsweise geringe Preis. Denn sehr einfache Modelle können schon ab zehn Euro erworben werden.

Längere Vorbereitung durch das Anheizen

Ein Nachteil des Holzkohlegrills ist die vergleichsweise lange Anheizzeit. Durch diese dauert es länger, bis das Grillgut fertig ist. Aber auch dies empfinden überzeugte Holzkohle-Griller als nicht schlimm. Im Gegenteil, gerade dies macht ihnen Spaß und gehört dazu. Andere hingegen bevorzugen es, wenn der Grill sofort auf Betriebstemperatur ist. Für sie ist der Holzkohlegrill eher nicht geeignet.

Ist das Grillen mit Holzkohle gesundheitsgefährdend?

Immer wieder ist zu hören, dass bei dem Grillen mit Holzkohle schädliche Giftstoffe frei werden. Insbesondere dann, wenn das Fett in die Glut tropft, sei dies laut einiger Gesundheitsexperten der Fall. Um dies zu verhindern, können spezielle Grillschalen oder alternativ auch Alufolie verwendet werden. Auf diese Weise kann das laufende Fett nicht mit der Kohle in Kontakt kommen und dem Grillvergnügen steht nichts mehr im Wege.

Grundsätzlich eignet sich der Holzkohlegrill für alle, die auf das rauchige Aroma und auch auf das Knistern der Kohle nicht verzichten wollen. Zwar ist die Anheizzeit deutlich länger als bei dem Elektro- oder Gasgrill, dafür schmeckt das Grillgut aber einzigartig.

2. Der Gasgrill

Einige Probleme des Holzkohlegrills gibt es bei dem Gasgrill nicht. Sobald die Gasflasche (Butan- oder Propangas) angeschlossen ist, kann gegrillt werden. Denn der Gasgrill ist in sehr kurzer Zeit auf Betriebstemperatur. Zudem sind zumeist mehrere Brenner vorhanden, mit denen sich die Temperaturen der verschiedenen Grillzonen regeln lassen. Dies ermöglicht dem Nutzer, unterschiedliches Grillgut zur gleichen Zeit zuzubereiten. Denn Gemüse beispielsweise benötigt deutlich weniger Hitze als Fleisch und ist auch schneller gar. Ein weiterer Vorteil von Gasgrills ist, dass sie nahezu keinen Rauch produzieren, durch den sich eventuell die Nachbarn gestört fühlen könnten.

Hoher Anschaffungspreis und kein Raucharoma

Neben den vielen Vorteilen hat der Gasgrill auch einige Nachteile. Denn er ist deutlich teurer als ein Holzkohlegrill und wiegt mehr. So ist es kaum möglich, ihn alleine zu tragen oder zu verstellen. Einsteigermodelle kosten bereits ungefähr 100 Euro, der Holzkohlegrill hingegen nur 10 Euro. Das Gas ist allerdings etwas günstiger als Kohle, was wiederum ein Vorteil ist. Ein weiterer Nachteil ist hingegen, dass kein rauchiges Aroma erzeugt wird.

Und gerade dieser besondere Geschmack ist für viele Hobbygriller unverzichtbar. Um nicht zu viele Kunden aus diesem Grund zu verlieren, haben einige Hersteller reagiert. So wurden sogenannte Räucherpellets auf den Markt gebracht, mit denen dem Grillgut ebenfalls eine rauchige Note verliehen werden kann. Ob diese allerdings genauso natürlich schmeckt, wie die beim Holzkohlegrill muss jeder für sich selber entscheiden.

3. Der Elektrogrill

Der Elektrogrill hat den Vorteil, dass mit ihm auch innerhalb einer Wohnung gegrillt werden kann, wenn kein Garten oder Balkon vorhanden ist. Zudem ist er sehr schnell einsatzbereit und verbraucht während des Betriebes nur wenig Strom. Und auch der Anschaffungspreis ist vergleichsweise niedrig. Elektrogrills können ab 30 Euro erworben werden und sind damit deutlich günstiger als Gasgrills. Sie sind in der Regel mit einer antihaftbeschichteten Grillplatte ausgestattet, die sich gut und schnell reinigen lässt. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine heiße Asche oder auch leere Gasflaschen durch das Grillen mit Strom entstehen. Und die Nachbarn werden nicht gestört, da hierbei kein Rauch entsteht.

Kaum Grillfeeling

Nachteilig bei dem Elektrogrill ist allerdings, dass kaum ein Grillfeeling aufkommt. Denn es entsteht kein Knistern durch Kohle und auch das oben erwähnte rauchige Aroma bleibt aus. Somit ähnelt das Grillen eher dem Zubereiten in einer Pfanne und nicht dem klassischen Grillen.

Es wird also klar, dass alle drei Grillarten ihre Vor- aber auch Nachteile haben. Daher muss individuell entschieden werden, welcher Grilltyp man ist und was einem hierbei wichtig ist.


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